
In der Druckanlage ist die Lampe nicht einfach nur ein Bauteil – sie ist vielmehr integraler Bestandteil des gesamten Prozesses. Wenn eine Quecksilber-UV-Lampe altert, ändert sich ihre spektrale Ausstrahlung, die maximale Intensität des Lichts nimmt ab, und die Energiedichte, die auf das Substrat wirkt, entspricht nicht mehr den Anforderungen der Tintenchemie. Dadurch entstehen unvollständig ausgehärtete Oberflächen, Probleme bei der Haftung sowie Produktionsausfälle, die wertvolle Zeit kosten. Wir entwickeln Ersatz-Quecksilber-UV-Lampen, um diesen negativen Effekten entgegenzuwirken und eine zuverlässige Aushärtung wiederherzustellen.
Was wirklich wichtig ist: Die Lampe muss zur verwendeten Photoinitiator-Kombination passen. Quecksilervaporlampen liefern eine stabile Strahlungsleistung über den gesamten UV-Bereich – starke Energie bei 365 nm sowie zusätzliche Strahlungsleistungen bei 313 nm und 254 nm. Diese Kombination sorgt für eine effektive Aushärtung der Oberfläche, selbst durch dicke Tintenschichten hindurch.
Ein hochreines Quarzkörpergehäuse, ein richtig optimierter Dichroikreflektor sowie eine präzise Anordnung des Lichtbogens sorgen dafür, dass das Spektrum konstant bleibt und eine gleichmäßige maximale Intensität über den gesamten Aushärtungsprozess hinweg gewährleistet wird. Man kann mit einer stabilen Leistung von 1.500 bis 2.000 Stunden rechnen. Danach tritt eine Leistungsabnahme von 5–8 % auf – das ist ein Anzeichen dafür, dass es Zeit für einen vorbeugenden Austausch der Lampe ist.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Dadurch werden die ursprünglichen Eigenschaften der Druckmaschine wiederhergestellt. Man erhält wieder die benötigte Energie für eine schnelle Aushärtung der Tinte – dadurch kann man mit der vollen Geschwindigkeit arbeiten, ohne auf Aushärtungsprobleme stoßen zu müssen.
Eine stabile Leistung reduziert die Varianzen zwischen den einzelnen Druckaufträgen. Zudem bedeutet eine vorhersehbare Lebensdauer der Lampe weniger Überraschungen – weniger ungeplante Stillstandszeiten und weniger Wartungsaufwand. Der Energieverbrauch bleibt durch die Effizienz des Reflektors unter Kontrolle – es muss also nicht übermäßig viel Strom verbraucht werden.
Ein paar praktische Hinweise: Überprüfen Sie die Länge der Lampe, den Abstand zwischen den Elektroden sowie die Polarität der Anschlüsse, damit sie zum jeweiligen Reflektor und Ballast passen. Prüfen Sie auch die Systemspannung sowie die Kühlung – diese Lampen werden sehr heiß. Wenn die Kühlung nicht ausreichend ist, verkürzt sich die Lebensdauer der Lampe und das Spektrum der Ausstrahlung ändert sich.
Handhaben Sie die Lampen immer mit sauberen Handschuhen und wischen Sie das Gehäuse ab. Fingerabdrücke können Hotspots verursachen, die die Lebensdauer der Lampe verkürzen. Rechnen Sie mit einer Anlaufzeit, bis die Leistung stabil ist. Legen Sie anschließend den Referenzwert für das Messgerät fest und planen Sie den Austausch der Lampe nach der Leistung – nicht nach dem Kalender.